Montag, 10. Juni 2013

Tag 30

Am letzten Tag dachten wir, dass wir endlich gelernt hätten, wie man mit dem Rad in Großbritannien vorwärts kommt. Also den Radweg links liegen gelassen und ab auf die Straße und wirklich, es rollte, wir kamen gut voran. Auch die fiesen Steigungen, wenn es mal wieder vom Strand hoch zur Steilküste ging, konnten uns nicht bremsen. Wobei, wenn man etwas schon little Switzerland nennt, hätte man auch ein paar Serpentinen einbauen können, dann fällt schließlich der Aufstieg leichter. Soweit so gut. Aber dann kurz vor Dover hat es uns wieder erwischt. Die zweispurige Radfahrer Todeszone und jetzt dekoriert mit einer ganzen Armada osteuropäischer LKWs mit leeren Deutschen Hängern (die können ja nicht alle mit Dyson Staubsaugern beladen sein, oder gibt es noch andere Produkte, die wir von der Insel kaufen?). Also wieder auf den Radweg, was sich als großer Fehler erwies. Die Motocrosser am Einstieg hätten uns eine Warnung sein sollen. Die einheimische Jugend hatte es längst erkannt, ein 1m breiter mit Schlaglöchern durchsetzter Schotter Pfad ist nicht zum Radfahren geeignet, aber super zum Testen der Motocross Maschinen.
Dann ab auf die Fähre in Dover, dessen Hafen doch deutlich größer und komplizierter ist als der auf dem Hinweg in St. Malo. Die Auswahl ob Calais oder Dunkerque war dann einfach eine Preisfrage. Nach Calais sollte der Hänger mit Kapuki extra kosten, also ab mit DFDS nach Dunkerque. Ach ja ohne Fahrzeug darf man hier nicht mitfahren, mindestens ein Rad muss dabei sein, lieber noch ein LKW, dann gibt es noch ein gratis Essen für den Fahrer.
Beim runter fahren eine letzte britische Gemeinheit. Der Einweiser auf der Fähre war der Meinung, wir sollten, obwohl wir vorne standen, als Letzte die Fähre verlassen. Wegen der LKW und so, klar wir stehen 30 Minuten an der Rampe und lassen uns von allen LKWs an Bord über den Haufen fahren. Zum Glück haben die russischen Motorradfahrer neben uns einfach Tatsachen geschaffen und so durften wir dann auch fahren - na ja eigentlich durften wir auch nur gehen und schieben, haben das dann aber einfach überhört.
Die restliche Strecke bis Dunkerque war dann wieder einfach.
Tag 30

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