Sonntag, 16. Juni 2013

Wieder daheim, Grand Tour Europe 2013 zu Ende

Schön war es und leider ist es nun vorbei. Am liebsten würden wir direkt wieder aufs Rad steigen bzw in den Hänger. Insbesondere Kapuki langweilt sich schon am ersten Tag zu Hause weil hier einfach so wenig passiert. Aber vorbei ist vorbei und eine Wiederholung wird es leider nicht geben.
Ersten wird man wohl nicht noch einmal den Kollegen einen Open-End-Urlaub zumuten können (wobei der Ankunftstermin im nachhinein eine Punktlandung war) und zweitens wird ein Kapuki nächstes Jahr schon nicht mehr so lange im Hänger sitzen wollen. Und dann wenn Kapuki in der Lage ist selbst so weit zu radeln, werden ihre Eltern wahrscheinlich nicht mehr in der Lage sein die Strecke zu bewältigen.
Wenn man jetzt zurück blickt hat eigentlich alles perfekt funktioniert: 3000 km, 6 Länder, viele neue Eindrücke, die Route war super, das Material hat klasse funktioniert, die Vorbereitungszeit hat sich also gelohnt. Die Entscheidung für Cyclocross Fahrräder und für den Tout Terrain Anhänger haben sich als gut erwiesen. Nur unser Garmin GPS (Edge) und unsere hinteren Laufräder haben uns Ärger gemacht. Ein Laufrad hat auf den letzten Metern ganz den Geist aufgegeben (der Riss in der Felge und der weitere Speichenbruch haben wir erst beim Putzen entdeckt) und ist jetzt ein Fall fürs Altmetall. Und es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein Garmin Edge halt nur ein Tacho ist und die zusätzlichen Funktionen (Navigation usw.) nur für den Prospekt sind. Es sei denn, man ist damit einverstanden,dass die Hotelsuche Stadtteil genau ist und man die Geschwindigkeit zwischen zwei Kreuzungen an die Rechengeschwindigkeit des Navigationssystems anpasst (sonst gibt's halt einen Absturz). Wir hatten zum Glück noch ein Smartphone dabei und noch einen anderes GPS zum Tracks aufzeichnen, so dass alle Tracks Zuhause noch korrigiert werden konnten.
Außerdem hat sich auf der Tour in allen Stresssituation gezeigt Kinder sind keine Ausrede für ein langweiliges Leben. Kapuki ist eine neues Teammitglied und keine Einschränkung. Ohne ihre ganz besondere Fähigkeiten zum Eisbrechen und zur Kontaktaufnahme hätte es viele schöne Momente nicht gegeben. Und auch zu zweit wären wir keinen km mehr gefahren oder schneller gewesen. Es bleibt dabei, wir sind jetzt zu dritt, sonst ändert sich nichts.

Holland und Belgien sind durchquert

Dass wir hier diese beiden Länder zusammenfassen liegt nicht an der Geringschätzung sondern einfach daran, dass es so schnell ging. So gehören für uns sogar die Strecke von Dunkerque bis zur belgischen Grenze und die Strecke von Venlo bis Zuhause zu diesem Teil.
Es fing schon direkt nach der Kanalüberfahrt in Dunkerque an, dass wir so eine Art Zuhausegefühl hatten. In Belgien und Holland kennt man sich von vielen anderen Radtouren schon aus und schätz auch die kleinen Dinge, die dort anders sind als Zuhause wie z. B. Belgische Waffeln, Stropjewaffel, Frikandel, Vla usw.. Wenn man auch sagen mag, dass die Strände zubetoniert sind, schätzen wir die Infrastruktur, was gibt es schöneres als ein Bier oder eine Flaschen kalten Rose an einer schönen Strandbar mit Auswahl und wenn dann auch die nächste Fritur direkt um die Ecke liegt ist doch super. Ist jetzt eine sehr persönliche Meinung aber an den perfekten einsamen Stränden, die wir auch schon gesehen haben, war uns doch immer recht schnell langweilig.
Insbesondere in Holland gibt es dazu noch die perfekte Radinfrastruktur, das lässt dann direkt über das schlechtere Wetter und die fehlende Exotik hinwegsehen.