Nachdem wir auf dem Velodyssey immer nur durch den Wald gefahren sind und nichts gesehen haben, kam der Entschluss nicht mehr dem Radweg zu folgen sondern ihn nur noch als grobe Orientierung zu nehmen. Dieser Entschluss wurde noch bestärkt durch uns entgegenkommende Radfahrer aus den USA, die uns vor dem Zustand des Radweges warnten (Achtung riesen Traktorspuren).
Aus Rayon raus ging es dann noch rasend schnell über die Hauptstraße. Allerdings wollten auf der halben Strecke nach Rochefort alle Navigationsgeräte einen riesen Schwenk machen. Wir gehen davon aus, dass die Brücke über die Charente, die auf direkten Weg lag, nicht für Radfahrer freigegeben war. Die Brücke über die wir geleitet wurden war allerdings dann auch sehr sehenswert. Eine alte Brücke, die Jahrzehnte von R4's und 2CV's gequält wurde und jetzt in Altersteilzeit als Fußgänger und Radfahrer Brücke ihren Dienst verrichtet.
Dabei haben wir auch noch mal den Velodyssey getroffen und man hatte uns nicht zu viel versprochen. Asphalt ist auf diesem Weg wohl nicht mehr die Regel sondern eher die Ausnahme. Radwege sind so oder so nicht in dem besten Zustand. Teilweise mit großen Schlaglöchern, dass alte 26 Zoll MTB Laufräder rein passen würden und natürlich immer gut geschottert. Oder man freut sich über ein Schild 'La Rochelle 25 km' auf das dann ein Schild für Radfahrer folgt 'La Rochelle 35 km' und das im Mutterland der Tour de France. Besonders schön ist das, wenn dann mal wieder ein Regenschauer kommt, wir haben allerdings gelernt, dass bei genug Wind auch ein Hugo (Hecke) Regenschutz bietet.
Bei all diesen Gedankengängen trafen wir auf eine Gruppe Rennradfahrer. Schnell ab in den Windschatten der Gruppe. Alles Rentner schnaufend am Anschlag aber perfektes Rotieren im Wind und mit 30 über die Landstraße. Es steht also doch gut um den Radsport in Frankreich. Da Kerzen schneller abbrennen, wenn man sie auf zwei Seiten anzündet, haben wir uns dann doch aus Vernunftgründen aus der Gruppe wieder verabschiedet und sind alleine weiter Richtung La Rochelle gefahren. Allerdings hat bei dem Tempo de Rentner der Regen gar nicht mehr gestört sondern eher angenehm gekühlt.
Der Weg zur Ile de Re war schön aber aufgrund der nicht vorhanden Fährverbindung leider nur ein Umweg.
Tag 18
Mittwoch, 29. Mai 2013
Tag 18
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